Wie managt BOMcheck die Compliance mit den RoHS-Beschränkungen in China, Korea und Japan?

Die RoHS-Gesetzgebung in anderen Teilen der Welt erstreckt sich auf die gleichen RoHS-Substanzen wie in der EU, jedoch mit anderen Auflagen. BOMcheck analysiert die von den Lieferanten gemachten Deklarationen von Inhal tsstoffen und zeigt auf, ob die Verwendung dieser Artikel in anderen Ländern beschränkt ist.

China RoHS

Das chinesische Gesetz zur Kontrolle von Umweltbelastungen durch elektronische Produkte [Administration on the Control of the Pollution caused by Electronic Information Products (ACPEIP)], auch als „China RoHS“ bekannt, wird in zwei Phasen implementiert. Die Regeln erstrecken sich auf die gleichen Inhaltsstoffe wie die RoHS-Richtlinie der EU, umfassen jedoch wesentlich mehr Produkte. Ähnlich wie bei der RoHS-Richtlinie der EU können auch unter der China RoHS zu einem späteren Zeitpunkt zusätzliche Inhaltsstoffe erfasst werden.

Die erste Phase trat am 1. März 2007 in Kraft und enthält eine Reihe von Kennzeichnungspflichten. Produkte, die RoHS-Materialien enthalten, müssen nicht nur gekennzeichnet sein, die Betriebsanleitung muss auch eine Tabelle mit Gefahrstoffen (in chinesischer Sprache) enthalten. Aus der Liste muss hervorgehen, wo sich diese Inhaltsstoffe im Produkt befinden. Eine weitere, in Artikel 14 beschriebene Kennzeichnungsvorschrift verlangt, dass die Verpackung gekennzeichnet wird und ungiftige, harmlose, leicht abbaubare und recycelbare Materialien vom Hersteller verwendet werden.

In der zweiten Phase treten die eigentlichen Stoffbeschränkungen in Kraft. Im Jahr 2009 wird die chinesische Regierung einen „Katalog“ mit Terminen veröffentlichen, ab denen bestimmte Produkte den Stoffbeschränkungen genügen müssen. Bei bestimmten Gerätetypen und Anwendungen können Ausnahmen für Stoffbeschränkungen gelten. Der Katalog wird außerdem Produkte benennen, die vor der Markteinführung geprüft und zertifiziert werden müssen. Erst dann darf das Produkt in China verkauft werden.

Korea RoHS

Das Gesetz zur Wiederverwertung von Rohstoffen aus Elektro- und Elektronikgeräten und Fahrzeugen [Act for Resource Recycling of Electrical/Electric Products and Automobiles] wurde am 2. April 2007 veröffentlicht und trat am 1. Januar 2008 in Kraft. Das Gesetz sieht die gleichen Stoffbeschränkungen vor wie die RoHS-Richtlinie der EU. Des Weiteren gelten maximale Stoffkonzentrationen in 10 Kategorien elektrischer und elektronischer Geräte. Die Werte werden in Artikel 6 der Durchführungsverordnung des Gesetzes aufgeführt.

Japan RoHS

Im Rahmen einer Novellierung des Gesetzes über die Förderung einer effektiven Nutzung von Ressourcen [Law for the Promotion of the Effective Utilisation of Resources] wurde in Japan ab 1. Juli 2006 ein Kennzeichnungsstandard für bestimmte elektrische Haushalts- und IT-Geräte eingeführt. Wenn ein in diesen Geräten enthaltenes homogenes Material mehr als 0,01 % Gewichtsprozent Cadmium oder mehr als 0,1 Gewichtsprozent Blei, Quecksilber, hexavalentes Chrom, PBB oder PBDE enthält, muss das Gerät nach dem J-MOSS-Kennzeichnungsstandard mit einem orangefarbenen „R“ gekennzeichnet werden. Geräte, die diese Stoffe nicht enthalten, sind mit einem grünen „G“ zu kennzeichnen.