REACH

REACH führt eine große Pallette an Anforderungen für Zulieferer und Hersteller ein, die im folgendenden hier erklärt werden.

Genauergesagt führt REACH neue Anforderungen an alle Zulieferer der Lieferkette (Komponenten und Bauteile und fertige Geräte etc) ein um

  • Deklarationen für besonders besorgniserregende Stoffe der REACH-Kandidatenliste vom Oktober 2008 (Artikel 33) zur Verfügung zu stellen
  • mit den Stoffeinschränkungen vom Juni 2009 (Artikel 67) übereinzustimmen

REACH ist gegenüber RoHS komplett zu unterscheiden, da unter REACH alle EU-Zulieferer eine direkte, rechtliche Verpflichtung haben Informationen zum REACH Konformitätsstatus ihrer Komponenten, Bauteile und fertigen Produkte etc. zur Verfügung zu stellen.

Neue Anforderungen an REACH Stoffdeklarationen alle 6 Monate

Ab August 2009 wird die REACH-Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe alle 6 Monate aktualisiert. Eine vorläufige Liste wird im Februar und August jeden Jahres veröffentlicht und die ECHA plant pro Jahr ungefähr 25 neue Stoffe hinzuzufügen. Die Deklarationsanforderungen gelten ab dem Moment, ab dem die neue Liste veröffentlicht wurde. Die European Chemicals Agency (ECHA) Guidance on Requirements for Substances in Articles besagt, dass die Auftragshersteller und Vertreiber, die Unternehmen beliefern, verpflichtet sind Ihre Kunden "automatisch, d.h. direkt nachdem der Stoff der Kandidatenliste hinzugefügt wurde" zu informieren. Für Produkte, die an Haushalte geliefert werden, müssen die Hersteller Stoffdeklarationen innerhalb von 45 Tagen nach Aufforderung zur Verfügung stellen

Der ECHA-Leitfaden besagt auch, dass

die Kommunikation in der Lieferkette der wichtigste und effektivste Weg ist die notwendigen Informationen zu erhalten um Konformitätsverpflichteungen unter REACH zu identifizieren. Diesbezüglich ist es eine wichtige Aufgabe für den privaten Sektor Kommunikationsstandards in der Lieferkette einzuführen, um die Umsetzung von REACH zu ermöglichen.

BOMcheck verfügt über diese Kommunikationsstandards

Philips beschloss nicht jedes mal wenn eine neue Liste veröffentlich wird von jedem Zulieferer individuell Informationen zu REACH-Verpflichtungen anzufordern, sag Jan-Willem Scheijgrond, Senior Director Environment, Health & Safety bei Philips Corporate. " Dafür verlangen wir von all unseren Zulieferern mit diesen REACH-Verpflichtungen übereinzustimmen, indem sie BOMcheck - der zentralisierten, öffentlich zugänglichen Datenbank für Stoffdeklarationen - beitreten.

Der Bedarf an fachkundlicher Anleitung für besonders besorgniserregende Stoffe in der Lieferkette

Eines der größten Probleme, mit denen sich Zulieferer konfrontiert sehen, ist der Zugriff auf Expertenwissen, wo diese besonders besorgniserregenden Stoffe in der Lieferkette gefunden werden können. Zum Beispiel haben viele Zulieferer ihre Aufmerksamkeit auf flexibles PVC als die am wahrscheinlichsten geltende Quelle für DEHP und DBP fortpflanzungsgefährdender Stoffe in Ihren Produkten gelegt. Dennoch wurden DEHP und DBP auch in Nitril-Butadien-Kautschuk (NBK) gefunden, der häufig in vielen Haushalts- und Industrieprodukten verwendet wird. Kürzlich genommene Proben aus NBK-Bauteilen, die in China oder Taiwan hergestellt wurden, ergaben Konzentrationen von DEHP und DBP bis zu 20% w/w.